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Verantwortung beim Betrieb von Schwimmbädern

Der Betrieb von Schwimmbädern stellt hohe Anforderungen an die Qualifikation des Bäderpersonals. Das Personal ist für die Beaufsichtigung und Betreuung der Badegäste, die Bedienung und Wartung der technischen Anlagen und Einrichtungen, sowie für den wirksamen und wirtschaftlichen Einsatz der anvertrauten Ressourcen verantwortlich.

Das mit dem Betrieb eines Schwimmbades verbundene große Gefährdungspotential wird häufig unterschätzt.

Der Badbetreiber muss im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht alle notwendigen Maßnahmen treffen, um Gefahren von Badegästen fernzuhalten. Die Verkehrssicherungspflicht gilt für alle baulichen und technischen Anlagen, sowie für die Beaufsichtigung der Badegäste. Deshalb muss der Badebetreiber qualifiziertes Personal beschäftigen und organisatorische Maßnahmen für den sicheren Betrieb planen und durchführen.

Hierzu stellen sich folgende wichtige Fragen:

An welchen Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien oder sonstigen Kriterien kann man sich als verantwortungsbewusster Betreiber orientieren, um einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen?

Wo sind personelle und organisatorische Maßnahmen für einen sicheren Betrieb unbedingt erforderlich?

Wie viel Personal benötige ich für die Beaufsichtigung des Badebetriebes?

Wie werden Gefahrenstellen und Attraktionen richtig beaufsichtigt?

Wie wird die Betriebsaufsicht gewährleistet?

Was muss im Schwimmbad kontrolliert und dokumentiert werden?

Um die Betreiberpflichten umfassend zu erfüllen, müssen sich die Verantwortlichen an der Richtlinie 94.05 „Verkehrssicherungs- und Aufsichtspflicht in öffentlichen Bädern während des Badebetriebes“ der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen und an Grundsatzurteilen der Gerichte orientieren. Für den Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz sind die Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und Informationen der Unfallversicherungsträger relevant.

Zusätzlich gibt die DIN EN 15288 Teil 2, „Schwimmbäder – Sicherheitstechnische Anforderungen an den Betrieb“ wichtige Hinweise zur sicheren Organisation eines Badebetriebes. In dieser Norm ist die Erstellung einer Risikoanalyse und -bewertung mit Verfahrensanweisungen für das Personal und die Erstellung von Notfallplänen beschrieben. Neben den bekannten Notfällen wie Chlorgasausbruch, Stromausfall und Brand, müssen jetzt Handlungsanweisung für weitere wichtige Notfälle wie z.B. „Unfall im Wasser“ und „Gewitter /Unwetter“ erstellt werden. Diese Verfahrens- und Handlungsanweisungen für das Verhalten bei Notfällen werden nach den Anforderungen an das Auslösen von Alarm, Retten und Evakuieren eingeteilt.

Ein besonderes Augenmerk ist auf die Durchführung der Beaufsichtigung des Badebetriebes nach der Richtlinie 94.05 zu richten. Technische Hilfsmittel (z.B. Videoüberwachung) dienen nur zur Unterstützung der Aufsicht und können das Aufsichtspersonal nicht ersetzen. Die korrekte Aufsicht des Badebetriebes aus Schwimmmeisterkabinen ist nur in Ausnahmefällen möglich. Die gute Aufsichtskraft wählt den Standort, damit der zugewiesene Aufsichtsbereich beobachtet werden kann und führt Rundgänge durch, um den Badebetrieb aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können. Neben der Wasseroberfläche muss auch das Becken und der Beckenboden beobachtet werden. Auf Gefahrenquellen wie z.B. Rutsche, Wellenbecken, Strömungskanal und Kinderbereich ist besonders zu achten. Die Aufgaben einer Aufsichtkraft beschränken sich jedoch nicht nur auf das Beobachten des Badebetriebes und das Helfen bei Notfällen. Ziel der Aufsicht muss sein, Gefahren und gefährliche Situationen zu erkennen und durch das rechtzeitige Ergreifen von Maßnahmen Unfälle zu vermeiden.

Die BVS bietet aktuelle Seminare zu den genannten Themen an.

Informationen:
www.bvs.de
Jörg Simon
Simon@bvs.de
Tel.: 09072/71-1700